SPD-Spitze will mit jungem Generalsekretär in Wahljahr gehen

SPD-Spitze will mit jungem Generalsekretär in Wahljahr gehen

Der designierte Generalsekretär der SPD Brandenburg, David Kolesnyik, will die Partei im kommenden Wahlkampfjahr als Heimat für alle Brandenburger positionieren. «Ich glaube, es ist wichtig bei der Bundestagswahl den Menschen deutlich zu machen, dass es eine Partei in diesem Land gibt, die das ganze Land repräsentiert», sagte Kolesnyk am Dienstag in Potsdam. Der Potsdamer SPD-Chef soll auf Vorschlag des Landesvorsitzenden und Ministerpräsidenten Dietmar Woidke Nachfolger von Erik Stohn (37) als Generalsekretär werden, der parallel auch SPD-Fraktionschef ist. Die Wahl ist für den Parteitag am 7. November geplant.

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Stohn will sich auf die Arbeit an der Spitze der größten Landtagsfraktion konzentrieren - auch um Probleme wegen beider Rollen zu vermeiden. «Die Aufgabe des Generalsekretärs ist es sehr oft - bildhaft gesprochen -, mit dem Degen politische Zuspitzungen zu treffen, während im Parlament, wo es auch darum geht, demokratische Kräfte manchmal über die Koalition hinaus zu bündeln, man das Florett braucht.» Deshalb sei es sinnvoll, das personell zu trennen. Der 30-jährige Kolesnyk ist derzeit Referent der SPD im Landtag. Das werde im Zuge der Übergabe noch so sein, dann werde es eine neue Lösung geben, sagte Stohn.
SPD-Landeschef Woidke sieht seine Partei im kommenden Jahr vor einer großen Herausforderung. «Das ist unser Ziel auch für die kommenden Jahre, die führende politische Kraft in Brandenburg zu sein und zu bleiben», betonte er. Woidke dankte Stohn dafür, dass die SPD nach einer Aufholjagd bei der Landtagswahl im vergangenen Jahr stärkste Partei vor der AfD wurde. «Es geht darum, dass die SPD zusammengehalten wird, dass die SPD gemeinsam kämpft. Die Herausforderungen der kommenden Jahre sind nicht kleiner.»
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Der SPD-Chef will bei der Wahl des Landesvorstands wieder antreten. Er zeigte sich grundsätzlich offen, auch bei der kommenden Landtagswahl 2024 für die SPD an der Spitze zu stehen. «Ich bin fit, ich bin gesund, ich werde weiter intensiv arbeiten», sagte Woidke. «Ich schließe überhaupt nicht aus, dass ich bei der nächsten Landtagswahl wieder als Spitzenkandidat antrete.»
Der Potsdamer SPD-Chef Kolesnyk leitete nach eigenen Angaben den Wahlkampf von Manja Schüle für die Bundestagswahl 2017, als sie das einzige Direktmandat der SPD in Ostdeutschland holte. Er engagiert sich seit 13 Jahren politisch in der SPD und ist seit 2019 Vorsitzender des Unterbezirks Potsdam.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 6. Oktober 2020 11:41 Uhr

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