Tylinski neuer Schwimmer-Chef: Hoffmanns Zukunft unklar

Tylinski neuer Schwimmer-Chef: Hoffmanns Zukunft unklar

Der Deutsche Schwimm-Verband hat Reiner Tylinski zum Bundesstützpunktleiter am Schwimm-Bundesstützpunkt (BSP) in Potsdam ernannt. Der 58-Jährige wird die neu geschaffene Funktion zum 1. November antreten und die Gesamtverantwortung für den Standort übernehmen. Somit wird Tylinski auch Jörg Hoffmann als bisherigen Chef ablösen, wie die «Märkische Allgemeine» (Freitag) berichtet.

Der ehemalige Weltrekordler über 1500 Meter Freistil ist seit 2018 Bundesstützpunkttrainer, der Vertrag des 50-Jährigen läuft aber zum Jahresende aus. «Ich selbst kann mich zur Zukunft nicht äußern. Es laufen Gespräche mit dem Land», sagte Hoffmann, der derzeit Christian Diener auf die auf 2021 verschobenen Olympischen Spiele vorbereitet, «ich glaube nicht, dass es so prickelnd ist, vier Monate vor der Olympia-Qualifikation einen Trainerwechsel zu vollziehen.»
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Beim DSV, der kritisiert, dass die Ergebnisse in den vergangenen Olympiazyklen trotz guter Voraussetzungen in Potsdam nicht den Erwartungen entsprach, gibt man sich angesichts einer Vertragsverlängerung diplomatisch zurückhaltend. «Hannes Vitense als verantwortlicher Bundestrainer befindet sich derzeit sowohl mit Christian Diener als auch unseren Partnern in Gesprächen, wie wir eine zielführende Vorbereitung unter den neuen Rahmenbedingungen realisieren können», wird DSV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen auf der Webseite des Verbandes zitiert.
Der in die Kritik geratene Hoffmann war durch den damaligen Bundestrainer Henning Lambertz zum Stützpunkt-Chef erkoren worden. Nachfolger Vitense verfolgt andere Ziele, die durch die Berufung Tylinskis, der mit seinen Sportlern Sara Harstick und Annika Bruhn internationale Erfolge erringen konnte, unterstrichen werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 25. September 2020 11:17 Uhr

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