Lausitz: Industriekultur bekannter und sichtbarer werden

Lausitz: Industriekultur bekannter und sichtbarer werden

Industriekultur und Denkmäler in der Lausitz sollen mit dem Strukturwandel in der Region sichtbarer werden. Das kündigte Kulturstaatssekretär Tobias Dünow am Dienstag bei einem Besuch der nach Museumsangaben ältesten Brikettfabrik Europas in Domsdorf (Elbe-Elster) an. So sollen im kommenden Jahr die Brikettfabrik und weitere Orte im Land im Rahmen des Kulturland-Themenjahres zur Industriekultur bekannter und erlebbarer gemacht werden. Die Brikettfabrik etwa spiegele eindrucksvoll die Geschichte der Braunkohleförderung und -verarbeitung wider, erklärte Dünow. Angesichts fortwährender Transformationsprozesse in den industriell geprägten Regionen und Städten des Landes sei das Thema «hoch aktuell». Das Land fördert die Arbeit des Museums mit jährlich 30 000 Euro.

Tobias Dünow

© dpa

Tobias Dünow, Brandenburger Staatssekretär für Wissenschaft, Forschung und Kultur.

Auch andere historische Industriebauten wie Fabriken, Schiffshebewerke, Ziegelbrennereien und Brauereien haben nach Ansicht von Dünow ein «enormes Potenzial». Sie schafften Identität vor Ort und begeisterten Gäste von außerhalb. Gerade in der Lausitz gebe es eine vielfältige Verbindung von früherer Industrie mit Natur, Kultur und Tourismus.
Die Brikettfabrik Loise wurde 1882 zur Verarbeitung von Rohbraunkohle zu Briketts gegründet und bis 1938 mehrfach erweitert. Im November 1991 wurde das letzte Brikett gepresst und im Februar 1992 wurde die Fabrik nach 110 Jahren Produktion stillgelegt. Anschließend wurde sie in die Denkmalliste des Landes aufgenommen. Seit 1994 kümmert sich ein Verein um den Erhalt des Museums.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 8. September 2020 17:39 Uhr

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