Freie Wähler wollen 1000-Dächer-Programm für Photovoltaik

Freie Wähler wollen 1000-Dächer-Programm für Photovoltaik

Die Freien Wähler im Brandenburger Landtag schlagen ein 1000-Dächer-Förderprogramm für mehr Solaranlagen auf den Dächern kommunaler Gebäude vor. «Wir haben schon viel Windenergie, da stoßen wir an die Grenzen des Machbaren», sagte der Abgeordnete Philip Zeschmann am Dienstag in Potsdam. Deshalb sei die Idee, angesichts des geplanten Braunkohleausstiegs den Gemeinden zinslose Kredite für Photovoltaikanlagen auf Schulgebäuden, Turnhallen und Rathäusern zur Verfügung zu stellen. Die Freien Wähler halten dafür ein Kreditvolumen von etwa 50 Millionen Euro für notwendig. Die Kredite an das Land sollten über Einnahmen aus den Anlagen zurückfließen.

Eine Photovoltaikanlage ist auf einem Hausdach angebracht

© dpa

Eine Photovoltaikanlage ist auf einem Hausdach angebracht.

Bis zum Jahr 2038 sollen die Braunkohlekraftwerke im Land abgeschaltet sein. Im Jahr 2017 lag in Brandenburg der Anteil der Windenergie an der Bruttostromerzeugung bei 20,5 Prozent, der von Photovoltaik bei 5,1 Prozent, wie aus Zahlen der Agentur Erneuerbare Energien hervorgeht, die von Unternehmen und Verbänden getragen wird. Die Freien Wähler sind in Brandenburg in der Opposition.
Die Kenia-Koalition reagierte zürückhaltend. SPD-Fraktionschef Erik Stohn sagte, er wolle prüfen, ob der Vorschlag der Freien Wähler mit bisherigen Förderprogrammen vereinbar sei. CDU-Fraktionsvorsitzender Jan Redmann sagte, seine Fraktion püfe derzeit Maßnahmen, die die weitere Verbreitung von Solaranlagen unterstützen.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 8. September 2020 13:16 Uhr

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