Tierschützer im Barnim ziehen Fuchswelpen auf

Tierschützer im Barnim ziehen Fuchswelpen auf

Im Wandlitzer Ortsteil Stolzenhagen (Barnim) kümmert sich das Ehepaar Franze seit drei Jahren um mutmaßlich verwaiste Fuchswelpen.

Daniele Franze vom Verein Wildtierrettung spielt mit einem Fuchs

© dpa

Daniele Franze vom Verein Wildtierrettung spielt mit einem jungen Rotfuchs.

Die beiden Tierschützer arbeiten mit dem Verein Gnadenhof und Wildtierrettung Kleintiere aus Wensickendorf (Oberhavel) zusammen und haben ein 100 Quadratmeter großes Gehege inklusive Quarantänestation gebaut. In den vergangenen Jahren zogen sie 21 junge Füchse auf, die manchmal erst wenige Tage alt waren.
Die Elterntiere seien erschossen oder überfahren worden, gibt der Wildtier-Verein an. In diesem Jahr betreuen die Tierretter in Stolzenhagen zehn kleine Füchse. So wie in den vergangenen Jahren werden die jetzt etwa fünf bis sechs Monate alten Tiere demnächst wieder dort in die Freiheit entlassen, wo sie gefunden worden waren.
Das Engagement der zeitweiligen Fuchseltern stößt beim Brandenburger Landesjagdverband allerdings auf Kritik. Füchse unterlägen dem Jagdrecht, nur der jeweilige Jagdausübungsberechtigte dürfe sie der Natur entnehmen, sagte Sprecherin Anja Sibilski auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. Außerdem gebe es in der Mark bereits viele Füchse. Ob das Auswildern tatsächlich gelingt, bezweifeln das Brandenburger Landeskompetenzzentrum Forst und der Nabu Brandenburg. Genaue Zahlen zum Fuchsbestand im Land haben die Behörden nicht.
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© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 18. August 2020 08:21 Uhr

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