«Bummi»-Erfinderin Ursula Böhnke-Kuckhoff gestorben

«Bummi»-Erfinderin Ursula Böhnke-Kuckhoff gestorben

Die Kinderbuchautorin Ursula Böhnke-Kuckhoff ist tot. Sie starb bereits am 7. August im Alter von 93 Jahren im Kreise ihrer Familie, wie ihre älteste Tochter der Deutschen Presse-Agentur am Samstag mitteilte. Bekannt war Böhnke-Kuckhoff vor allem als Erfinderin der Kinderzeitschrift «Bummi», die in der DDR viele junge Fans hatte.

Kinderbuchautorin und «Bummi»-Erfinderin Ursula Böhnke-Kuckhoff

© dpa

Ursula Böhnke-Kuckhoff zeigt in ihrer Wohnung zwei Exemplare des «Bummi».

1956 kam der damals 29-jährigen Autorin die Idee, eine Zeitschrift für Vorschulkinder herauszugeben - sie erfand den gelben Bären Bummi, nach dem das Journal benannt wurde. 1957 druckte der Verlag Junge Welt dann die erste Ausgabe. Die maximale Auflage von «Bummi» lag zu DDR-Zeiten bei 736 300 Exemplaren.
«Ihre Ideen waren unerschöpflich und orientierten sich am Alltagsleben der Kinder», sagte die älteste Tochter Katrin Schrader über Böhnke-Kuckhoff, die bis zu ihrem Ruhestand Chefredakteurin war. Die Werke ihrer Mutter hätten die Kinderwelt bunter gemacht, bei Kummer getröstet und bei der Vorbereitung auf die Schule geholfen.
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Neben ihrer Tätigkeit als Chefredakteurin schrieb Böhnke-Kuckhoff Kinderbücher wie «Bummi am Nordpol», «Bummi in Afrika», «Die Prinzessin und der Regenbogen» und «Die doppelte Mama».
«Bummi» ist eine von wenigen DDR-Zeitschriften, die den Mauerfall überlebt haben - im Februar 2017 wurde sie 60 Jahre alt. Böhnke-Kuckhoff war da schon lange im Ruhestand, schrieb aber auch mit über 80 Jahren noch Texte für Kinder. Die Autorin hinterlässt fünf Kinder und viele Enkel und Urenkel.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 15. August 2020 11:35 Uhr

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