Wasserknappheit in Brandenburg

Wasserknappheit in Brandenburg

Die Wassersituation in Brandenburg ist nach Einschätzung von Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) «ernst» - dem will er mit langfristigen Planungen begegnen. Kurzfristige Entscheidungen reichten nicht mehr aus, wenn etwa Speicherbecken leerlaufen könnten, sagte Vogel am Donnerstag. Teilweise würden in der Spree nur 10 Prozent der üblichen Wassermenge fließen, die Schwarze Elster sei in einigen Bereichen sogar ausgetrocknet. Deshalb sei es richtig, dass mehrere Landkreise verboten hätten, aus Flüssen und Seen Wasser zu entnehmen, so der Minister. «Wir müssen alle Möglichkeiten nutzen, Wasser zu sparen». Zunächst hatte sich der Umweltminister dazu im RBB geäußert.

Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne)

© dpa

Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) spricht auf einer Demonstration.

Vereinzelte Regengüsse der vergangenen Tage hatten die Situation in den Flüssen Spree und Schwarze Elster im Süden Brandenburgs nicht entspannt. Die Wasserspeicher leeren sich nach Angaben von Fachleuten einer länderübergreifenden Arbeitsgruppe weiter und können die Spree nur teilweise unterstützen. Zum Spreewald hin und nach Berlin fließt damit weniger Wasser. Zudem führten hohe Temperaturen zu einer erhöhten Verdunstung.
Die Situation in den Wasserspeichern in Brandenburg und Sachsen ist nach Darstellung der Fachleute äußerst angespannt. Auch flächendeckender Niederschlag wäre nicht ausreichend, um das Defizit der vergangenen Jahre von fast 400 Millimeter - das sind etwa 75 Prozent des Jahresniederschlages - kurzfristig auszugleichen, hieß es.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 13. August 2020 17:42 Uhr

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