Präsident des Abgeordnetenhauses: Mauerbau nicht vergessen

Präsident des Abgeordnetenhauses: Mauerbau nicht vergessen

Der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, will die Erinnerung an den Mauerbau vom 13. August 1961 wachhalten. «Die Mauerzeit sollten wir nicht vergessen, denn sie gehört unweigerlich zu unserer Stadtgeschichte», teilte Wieland am Mittwoch mit.

Wieland

© dpa

Ralf Wieland (SPD), Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses.

Vor 59 Jahren begann der Bau der Berliner Mauer, der die deutsch-deutsche Teilung besiegelte. Sie ging erst mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989 zu Ende.
Millionen Menschen hätten mehr als 28 Jahre mit der Mauer leben müssen, Familien wurden zerrissen, Liebende getrennt, Freundschaften erschwert, so Wieland. Diejenigen, die die Flucht in die Freiheit wagten, hätten oft mit ihrem Leben bezahlt. Berlin bleibe ein Ort der Freiheit. «Aber wir dürfen die Mauertoten nie vergessen», mahnte Wieland.
Der Parlamentspräsident wird an diesem Donnerstag neben Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) zu dem zentralen Gedenken in der Mauer-Gedenkstätte an der Bernauer Straße erwartet.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Die Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur teilte mit, die Mauer sei das sichtbarste Zeichen für die kommunistische Gewaltherrschaft im Osten Deutschlands und Osteuropas gewesen. Zugleich sei es die weltweit sichtbare moralische und politische Bankrotterklärung eines Systems gewesen, das die Menschen nur durch Abschottung, Repression und Verfolgung davon habe abhalten können, in den Westen zu fliehen, sagte Geschäftsführerin Anna Kaminsky.
In Berlin starben nach dem Mauerbau nach wissenschaftlichen Erkenntnissen mindestens 140 Menschen durch das DDR-Grenzregime. An einer Studie, wonach an der etwa 1400 Kilometer langen deutsch-deutschen Grenze mindestens 327 Menschen ums Leben kamen, war Kritik aufgekommen. Es war angekündigt worden, Teile des Forschungsprojekts zu überprüfen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 12. August 2020 14:05 Uhr

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