Extremismusopfer Noël Martin wird in Birmingham beigesetzt

Extremismusopfer Noël Martin wird in Birmingham beigesetzt

Der Brite Noël Martin, der vor 24 Jahren in Brandenburg Opfer eines rassistischen Angriffs wurde, wird am Freitag in seiner Heimatstadt Birmingham beigesetzt. Dazu würden auch der Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow, Michael Schwuchow (SPD), und die Vorsitzende des Vereins Bürger für Bürger Mahlow, Vera Hellberg, erwartet, teilte die Brandenburger Staatskanzlei am Donnerstag mit.

Parallel zur Trauerfeier in Birmingham wird mit einem stillen Gedenken in Blankenfelde-Mahlow (Landkreis Teltow-Fläming) an Martin erinnert. An ihm wollen Staatssekretär Benjamin Grimm, Vize-Bürgermeisterin Marion Dzikowski und die Geschäftsführerin der Noël- und Jacqueline-Martin-Stiftung, Elke Krüger, teilnehmen. Grimm werde ein Blumengebinde niederlegen.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Am 16. Juni 1996 waren der damalige Bauunternehmer und seine Kollegen von jungen Rechtsradikalen in Mahlow angepöbelt und mit dem Auto verfolgt worden. Es wurden auch Steine auf die Autos der Bauleute geworfen. Der damals 36-Jährige prallte daraufhin mit seinem Wagen gegen einen Baum.
Durch den Unfall war der gebürtige Jamaikaner vom Hals an gelähmt und saß seitdem im Rollstuhl. Die beiden Täter verbüßten mehrjährige Haftstrafen. Martin starb im Juli im Alter von 60 Jahren. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte seinen Einsatz für ein gewaltfreies Miteinander gewürdigt und ihn als Vorbild bezeichnet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 12. August 2020 12:24 Uhr

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