Zu wenig Wasser in Südbrandenburgs Flüssen

Zu wenig Wasser in Südbrandenburgs Flüssen

Vereinzelte Regengüsse der vergangenen Tage haben die Situation in den Flüssen Spree und Schwarzer Elster im Süden Brandenburgs nicht entspannt. Zu dieser Einschätzung kommt die länderübergreifende Arbeitsgruppe «Extremsituation», die alle 14 Tage über die Lage berät. Ganz im Gegenteil: Die Wasserspeicher leeren sich demnach weiter und können die Spree nur teilweise unterstützen. Zum Spreewald hin und nach Berlin fließt damit weniger Wasser. Dazu kämen die zu erwartenden hohen Temperaturen der nächsten Tage, die den Experten zufolge zu einer erhöhten Verdunstung führten.

Das ausgetrocknete Flussbett der Schwarzen Elster

© dpa

Ausgetrocknet ist das Flussbett der Schwarzen Elster

Bereits jetzt ist die Situation in den Wasserspeichern in Brandenburg und Sachsen nach Darstellung der Fachleute äußerst angespannt. Die Talsperre Bautzen (Sachsen) etwa ist aktuell noch zu 60 Prozent gefüllt. Das führt auch dazu, dass die Spree weiter wenig Wasser hat. Die Talsperre Quitzdorf (Sachsen) hingegen kann mangels Zuflusses kein Wasser bereitstellen. Im Speicherbecken Bärwalde (Sachsen) stehen noch 13 Prozent des Speichervolumens zur Verfügung. Die Bewirtschaftung des Speicherbeckens Niemtsch (Senftenberger See) sei nahezu eingestellt, berichtete die Arbeitsgruppe.
FFP2-Masken.png
© Meier & Mannack GbR

FFP2 Masken sicher und zuverlässig kaufen

1.st FUM Smart Solutions - Ihr zuverlässiger Online-Fachhandel für zertifizierte Schutz- und Sicherheitsprodukte aus Berlin. Täglich vertrauen Kunden, darunter Ärzte und Krankenhäuser, auf unsere Qualität. Jetzt FFP2 Masken sicher und schnell online bestellen! mehr

Die Talsperre Spremberg (Spree-Neiße) erhielt in den zurückliegenden Wochen ebenfalls sehr wenig Zufluss - unter sechs Kubikmeter pro Sekunde. Zur Stützung des unteren Spreegebietes müssten jedoch weiter über sieben Kubikmeter pro Sekunde abgegeben werden. Der Wasserstand falle dort täglich um vier Zentimeter, hieß es. Die Lage an der Schwarzen Elster ist noch prekärer. Zwischen Hoyerswerda (Bautzen) und Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) ist der Fluss ausgetrocknet.
Auch flächendeckender Niederschlag wäre nicht ausreichend, um das aufgelaufene Niederschlagsdefizit der vergangenen Jahre von fast 400 Millimeter - das sind etwa 75 Prozent des Jahresniederschlages - kurzfristig auszugleichen, hieß es von den Experten. Sie wollen weitere Möglichkeiten zur sparsamen Wasserbewirtschaftung in und an der Spree prüfen und eine Prioritätenliste mit Maßnahmen erarbeiten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 6. August 2020 16:31 Uhr

Weitere Meldungen