Arbeitslosigkeit steigt trotz Krise nur langsam

Arbeitslosigkeit steigt trotz Krise nur langsam

Trotz Corona-Krise und dem saisonüblichen Anstieg im Sommer ist die Zahl der Arbeitslosen im Juli in Brandenburg nur leicht gestiegen. 87 304 Menschen hatten in dem Bundesland in diesem Monat keinen Job, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Das waren 1078 mehr als im Juni. Die Arbeitslosenquote hat sich im Vergleich zum Vormonat nicht verändert und beträgt weiterhin 6,5 Prozent.

Agentur für Arbeit

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Die Bundesagentur für Arbeit.

Deutlicher fällt der Anstieg hingegen im Vergleich zum Vorjahresmonat aus. Im Juli 2019 waren noch 11 318 weniger Frauen und Männer ohne Job. Die Arbeitslosenquote war um 0,8 Prozentpunkte niedriger.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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«Wenngleich die Arbeitslosenzahlen nicht mehr so stark gestiegen sind wie im April und Mai, zeigt die Entwicklung, dass wir noch lange nicht durch sind», teilte der Leiter der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg mit. «Es wäre jetzt wichtig, dass in den Unternehmen diese Zeit für den Re-Start gut genutzt wird, indem Weiterbildung und Qualifizierung organisiert werden. Das verschafft später Vorsprung.»
Die Kurzarbeit bleibt ein wichtiges Instrument, um die Folgen der Krise für den Arbeitsmarkt abzufedern. Nun stehen erstmals Zahlen für den April zur Verfügung, wie viele Menschen tatsächlich in Kurzarbeit waren. Zuvor ging es lediglich darum, für wie viele Beschäftigte die Unternehmen Kurzarbeit angezeigt hatten. Umgesetzt wurde sie im April in Brandenburg demnach für 106 600 Mitarbeiter in 16 200 Betrieben. «Das war jeder achte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte», hieß es. Insgesamt hatten die Betriebe zwischen März und Juni in Brandenburg für bis zu 245 160 Personen Kurzarbeit angezeigt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 30. Juli 2020 10:05 Uhr

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