Ministerin sieht Hürden für manche Krankenhausstandorte

Ministerin sieht Hürden für manche Krankenhausstandorte

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) sieht teils Hürden für das Ziel, alle Krankenhausstandorte zu erhalten. «Wir wollen Gesundheitsstandorte erhalten, an denen medizinische Versorgung in hoher Qualität stattfindet. In dünn besiedelten, ländlichen Regionen werden wir das Modell der ambulant-stationären Versorgung nach dem Beispiel von Templin ausbauen», sagte Nonnemacher den Zeitungen «Prignitzer» und «Uckermark Kurier» (Donnerstag). Das könne für einige Krankenhäuser eine «Blaupause» sein. Sie registriere aber mit großer Sorge, dass die Bundesgesetzgebung und gewisse Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen «sehr hohe Hürden aufbauen».

Ursula Nonnemacher

© dpa

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen).

Es gehe zum Beispiel bei Einrichtungen zur Behandlung von Frühgeborenen um zusätzliche Fachärzte, die im Hintergrund in Bereitschaft sein müssten, ohne andere Aufgaben wahrzunehmen, sagte die Ministerin. In Flächenländern wie Brandenburg sei kaum eine Klinik in der Lage, Anforderungen wie diese zu erfüllen. Nonnemacher hat nach ihren Worten schon mit einer Reihe von Krankenkassen darüber gesprochen. «Es wird ein Kriterium nach dem anderen immer wieder hoch gesetzt. Wenn das dann dazu führt, dass Patienten immer wieder nach Berlin verlegt werden, weil bei unseren ländlichen Krankenhäusern einer Sparte nach der anderen die Zulassung und die Kompetenz entzogen wird, kann das doch nicht im Sinne des Erfinders sein.»
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 29. Juli 2020 19:00 Uhr

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