AfD-Fraktionsvize will nach Kalbitz-Ausschluss Sondersitzung

AfD-Fraktionsvize will nach Kalbitz-Ausschluss Sondersitzung

Nach der Bestätigung des Ausschlusses von Andreas Kalbitz aus der AfD durch das Bundesschiedsgericht fordert der Brandenburger AfD-Fraktionsvize Steffen Kubitzki eine Sondersitzung der Partei. Erst einmal müssten nun die Konsequenzen beraten werden, damit die Partei nicht weiter Schaden nehme. «Wir stehen wieder vor einem Scherbenhaufen», sagte er am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Die Fraktion komme so nicht zur Ruhe. Kubitzki kritisierte in diesem Zusammenhang den AfD-Bundesvorstand, der die Brandenburger AfD «komplett allein» gelassen habe in dieser Situation. Von ihm sei keine Unterstützung gekommen, beispielsweise juristische Beratung oder «Tipps», wie man in Ruhe weiterarbeiten könne.

Kalbitz war zuletzt Landes- und Fraktionsvorsitzender in Brandenburg und gehörte dem Bundesvorstand der AfD seit Dezember 2017 an. Er war einer der Wortführer des offiziell inzwischen aufgelösten «Flügels» um den Thüringer AfD-Landes- und Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke; der Verfassungsschutz stuft die Strömung als «gesichert rechtsextremistische Bestrebung» ein.
Das Bundesschiedsgericht der AfD hatte am Samstag in Stuttgart nach mehrstündiger Verhandlung den Ausschluss von Kalbitz bestätigt, den der Bundesvorstand im Mai mehrheitlich beschlossen hatte.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

Tipp: Urlaub in Brandenburg

Ausflugsziele, besondere Landschaften und Orte in Brandenburg plus Seen, Radtouren, Wanderungen, Ziele für Familien, Unterkünfte und mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 26. Juli 2020 11:35 Uhr

Weitere Meldungen