BTU-Studierende und Leag wollen Geschäftsfelder erschließen

BTU-Studierende und Leag wollen Geschäftsfelder erschließen

Damit sich das Energieunternehmen Leag angesichts des beschlossenen Kohleausstiegs breiter aufstellen und zukunftsfähige Geschäftsfelder erschließen kann, arbeitet der Konzern auch enger mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) zusammen. BTU und Leag unterzeichneten am Mittwoch dazu eine Kooperationsvereinbarung über den Austausch von Wissenschaft und Praxis, wie das Unternehmen und BTU am Donnerstag mitteilten.

So sollen Masterstudierende der Betriebswirtschaftslehre (BWL) in die Suche nach weiteren Geschäftsfeldern für das Unternehmen mit eingebunden werden. In einem Seminar, das BTU und Leag gemeinsam anbieten, sollen sie mit dem Bereich Unternehmensentwicklung des Konzerns praxisnahe Ideen erarbeiten. Diese könnten auch bis zur Umsetzungsreife geführt werden, heißt es weiter.
Leag-Vorstandschef Helmar Rendez sieht die Kooperation als «Win-win-Situation» für beide Seiten. Die Studierenden könnten ihre Lehren am praktischen Beispiel nachzuvollziehen und selbst in der Unternehmensentwicklung anwenden. Die Leag werde von den Ideen der Studierenden und ihrem unvoreingenommenen Blick profitieren.
«Diese Kooperation unterstreicht einmal mehr den Grundsatz unserer Universität, Lehre und Forschung sehr eng mit der unternehmerischen Praxis und realistischen Rahmenbedingen zu verzahnen», erklärte die amtierende Universitätspräsidentin Christiane Hipp.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

Tipp: Urlaub in Brandenburg

Ausflugsziele, besondere Landschaften und Orte in Brandenburg plus Seen, Radtouren, Wanderungen, Ziele für Familien, Unterkünfte und mehr

Für das Projekt ist zunächst eine Laufzeit von einem Jahr vorgesehen, es kann aber den Angaben zufolge darüber hinaus verlängert werden. Der Energiekonzern und die Universität hatten bereits bei anderen Projekten zusammengearbeitet. Unter anderem ging es um Themen wie Ökosystemforschung in einem künstlich geschaffenen Quellgebiet im Rekultivierungsbereich des Tagebaus Welzow-Süd oder um Qualitätsmanagement bei Arbeitsprozessen in einem Unternehmen.
Die Betreiber müssen nach dem beschlossenen Kohleausstieg nach und nach ihre Kraftwerke vom Netz nehmen - spätestens bis 2038. Im Gegenzug werden sie aber mit mehr als vier Milliarden Euro vom Staat entschädigt. Die Leag stellt sich derzeit auf die Umsetzung des Kohle-Ausstiegs ein. Voraussichtlich im September soll nach Angaben des Unternehmens ein Konzept vorliegen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 23. Juli 2020 13:18 Uhr

Weitere Meldungen