Lausitz-Beauftragter: Kohleausstieg vor 2038 ist eine Option

Lausitz-Beauftragter: Kohleausstieg vor 2038 ist eine Option

Der Lausitz-Beauftrage der Brandenburger Landesregierung, Klaus Freytag, hält einen Ausstieg aus der Braunkohle im Land noch vor dem Jahr 2038 durchaus für möglich. «Wir haben ein Anwachsen der erneuerbaren Energien, wir haben einen Bereich der zunehmend besser werdenden Speicherfragen, der Sektorenkopplung», sagte Freytag am Donnerstag im Inforadio Berlin-Brandenburg des rbb. Da sei noch sehr viel Dynamik in den kommenden Jahren zu erwarten. Deshalb sei es richtig, dass man sich diese Option offen halte.

Lausitz-Beauftragter Klaus Freytag

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Klaus Freytag, Lausitz-Beauftragter des Ministerpräsidenten von Brandenburg.

Die Überlegung für eine vorfristige Abschaltung der letzten Braunkohle-Kraftwerke im Jahr 2035 sei ein Ergebnis des Kommissionsberichtes, erläuterte er. Es habe immer im Raum gestanden, dass die Verhandlungskommission nach Lösungen suche, was vielleicht früher gehe.
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Dass dadurch Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren, sieht Freytag nicht. Das Verhandlungsergebnis sei zudem sozialverträglich. «Neben den technischen Fragen ist auch ein hervorragendes Konzept im Raum, das so genannte Anpassungsgeld», betonte er. Das habe dazu geführt, dass an Ruhr und Saar keiner ins Bergfreie gefallen sei. Das Anpassungsgeld sei auch für die Lausitz verabredet worden, sowohl für die Mitarbeiter der Kohle-Unternehmen als auch für die angegliederten Dienstleistungs- und Service-Unternehmen.
Mit dem Vertrag, den die Bundesregierung mit den Braunkohlekonzernen abgeschlossen hat, zeigte sich Freytag zufrieden. Mit den Entschädigungssummen seien ganz klare Zwecke verbunden, etwa, dass durch das frühere Abschalten die notwendigen Rekultivierungsaufgaben erfolgen können.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 25. Juni 2020 15:32 Uhr

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