Brand- und Katastrophenschutz in Brandenburg stärken

Brand- und Katastrophenschutz in Brandenburg stärken

Nach den verheerenden Waldbränden und schweren Unwettern der vergangenen Jahre in Brandenburg will die rot-schwarz-grüne Regierungskoalition den Brand- und Katastrophenschutz stärken. «Wir wollen uns auf die sich ändernden Einsatzszenarien für die Rettungskräfte einstellen», sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Lakenmacher am Donnerstag in der Plenardebatte des Landtags. Daher müsse die ehrenamtliche Tätigkeit der Rettungskräfte gefördert, die Ausbildung intensiviert und neue Spezialtechnik angeschafft werden. Zudem soll die Landesregierung die Ansiedlung eines europäischen Brand- und Katastrophenschutzzentrums in der Lausitz prüfen.

Björn Lakenmacher

© dpa

Björn Lakenmacher (CDU).

Dafür wolle die Koalition in den kommenden Jahren 50 Millionen Euro bereitstellen, erklärte Lakenmacher. Weitere 10 Millionen Euro stünden für die Beschaffung moderner Einsatztechnik bereit. Der Landtag beschloss einen entsprechenden Antrag zur Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes einstimmig bei einer Enthaltung des Landtagsabgeordneten Philip Zeschmann von den Freien Wählern.
«Vor neun Jahren gab es noch 45 000 Mitglieder in den Freiwilligen Feuerwehren, heute sind es nur noch 38 000», klagte der AfD-Landtagsabgeordnete Lars Schieske in der Debatte. «Das muss wieder attraktiver werden.» Dafür sei mehr Anerkennung für die harte Arbeit der Feuerwehren notwendig. «Die notwendige Stärkung des Ehrenamtes schafft man nicht mit einer jährlichen Prämie, sondern es ist mehr Wertschätzung von der ganzen Gesellschaft notwendig.»
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 18. Juni 2020 16:14 Uhr

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