Freiwillige DNA-Tests im Fall der Babyleiche in Hohenfelde

Freiwillige DNA-Tests im Fall der Babyleiche in Hohenfelde

Im Fall der im März gefundenen Babyleiche in der Nähe von Hohenfelde (Landkreis Uckermark) will die Polizei ab kommender Woche freiwillige DNA-Tests durchführen. Insgesamt seien 138 Frauen aus Schwedt angeschrieben und um die Abgabe einer freiwilligen DNA-Probe gebeten worden, teilte die Polizei am Freitag mit.

Polizei

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Ein Streifenwagen der Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht.

Die DNA-Probe soll dann durch die Gerichtsmedizin ausgewertet werden, um die Umstände, die zum Tod des Babys führten, aufzuklären. Die Kriminalpolizei bittet darüber hinaus die Bevölkerung um Hinweise nach einer zwischen Januar und Ende März schwangeren Frau, deren Schwangerschaft nun beendet ist, ohne dass bei ihr ein Baby lebe.
Am 22. März hatte ein Spaziergänger ein lebloses Baby an einem Wehr in der Nähe von Schwedt gefunden. Untersuchungen führten zu dem Ergebnis, dass das Baby, welches nach Angaben der Polizei bereits mehrere Tage im Wasser lag, lebensfähig gewesen sein muss und keines natürlichen Todes starb. Bei dem Säugling handelte es sich nach Polizeiangaben um ein Mädchen.
Bereits 2014 war auf einer nahe gelegenen Wiese ein totes Baby in einer Tüte entdeckt worden. Die Obduktion hatte ergeben, dass das kleine Mädchen lebensfähig und nicht auf natürliche Weise gestorben war. Die Ermittlungen hatten trotz Öffentlichkeitsfahndung zu keinen Ergebnissen geführt, gehen nach Polizeiangaben aber weiter.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 12. Juni 2020 13:59 Uhr

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