Platzeck: Einheitskommission legt Bericht zum Jahresende vor

Platzeck: Einheitskommission legt Bericht zum Jahresende vor

Die Einheitskommission der Bundesregierung wird nach Angaben ihres Vorsitzenden Matthias Platzeck, früherer Brandenburger Ministerpräsident, zum Jahresende ihren Bericht vorlegen. «Bis dahin sind alles Momentaufnahmen, alles Diskussions- und Thesenpapiere», sagte Platzeck am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. «Auch von mir.» Es müsse noch intensiv diskutiert werden. Immerhin gehe es um die Einheit in Deutschland, Empfehlungen sollen aufgezeigt werden, das Zusammenwachsen zu fördern.

Matthias Platzeck, Vorsitzender der Einheitskommission

© dpa

Matthias Platzeck, Vorsitzender der Einheitskommission der Bundesregierung.

Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) hatte unter Hinweis auf ein ihm vorliegendes Thesenpapier berichtet, dass Platzeck die fehlende Repräsentanz Ostdeutscher in Führungspositionen beklagt habe, auch in Ostdeutschland. Dort sei knapp ein Viertel der Spitzenpositionen in Politik, Verwaltung, Justiz, Medien, Wirtschaft und Wissenschaft mit Ostdeutschen besetzt - bei einem ostdeutschen Bevölkerungsanteil von über 85 Prozent, heißt es demnach darin.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Der Ostbeauftragte der Bundesregierung und stellvertretende Kommissionsvorsitzende Marco Wanderwitz (CDU) sagte dem RND, in der Kommission bestehe die nahezu einhellige Meinung, dass die Repräsentanz derer, die auch eine Ost-Biographie haben, zu gering sei.
Der Kommission «30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit» gehören rund 20 Mitglieder an: Politiker, aber auch Schauspieler und Autoren.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 9. Juni 2020 17:10 Uhr

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