Woidke kritisiert Alleingänge in den Ländern

Woidke kritisiert Alleingänge in den Ländern

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hält Alleingänge einzelner Länder im Umgang mit der Corona-Pandemie für falsch. Er kritisierte am Dienstag die Ankündigung seines Thüringer Amtskollegen Bodo Ramelow (Linke), die bisher geltenden Beschränkungen weitgehend aufheben zu wollen. «Ich stehe da für ein abgestimmtes Vorgehen», sagte der amtierende Bundesratspräsident am Dienstag in Potsdam. «Dieser Jahrmarkt der Eitelkeiten, der macht mir schon mitunter ein bisschen Sorgen, weil das Ganze uns nicht nur nicht weiterbringt, sondern die Menschen im Land verunsichert.» Da sei «der Kollege in Thüringen leider nicht der einzige», sagte Woidke.

Dietmar Woidke (SPD)

© dpa

Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg.

Ramelow will in Thüringen einen Kurswechsel erreichen und vom Krisen- in den Regelmodus zurückkehren. Die Allgemeinverordnungen zu Einschränkungen sollen nach diesen Plänen fallen, Entscheidungen gab es beim rot-rot-grünen Kabinett in Erfurt aber zunächst noch nicht. Ramelow kritisiert veränderte Kontaktbeschränkungen, über die derzeit Bund und Länder diskutieren. Seine Vorschläge am vergangenen Wochenende waren als Ende des Corona-Lockdowns verstanden worden und hatten bundesweit für Pro und Contra gesorgt. Brandenburg verlängert seine Corona-Regeln, lockert sie aber - zunächst bis zum 15. Juni.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 26. Mai 2020 16:38 Uhr

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