Über 600 Unternehmen beantragen Hilfen für Pendler aus Polen

Über 600 Unternehmen beantragen Hilfen für Pendler aus Polen

Mehr als 600 Unternehmen haben in Brandenburg bisher die finanziellen Hilfen der Landesregierung für Pendler aus Polen beantragt. Das Wirtschaftsministerium bezifferte den Umfang der Anträge, die bis zum 14. Mai für rund 3450 polnische Beschäftigte eingegangen waren, am Montag auf 6,5 Millionen Euro.

Jörg Steinbach geht durch den Plenarsaal des Landtages

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Jörg Steinbach geht durch den Plenarsaal des Landtages von Brandenburg.

Knapp 430 Unternehmen hätten ihren Antrag von der Industrie- und Handelskammer bereits bewilligt bekommen. Die Hilfen könnten noch bis zum 31. Juli beantragt werden, sagte eine Sprecherin.
Die Regierung hatte Pendlern eine Aufwandsentschädigung von 65 Euro pro Tag gewährt, wenn sie bleiben und weiterarbeiten. Hinzu kommen 20 Euro täglich für jedes Familienmitglied, das sich in Brandenburg aufhält
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) bedankte sich bei den Beschäftigten, die geblieben sind: «Dass unser Hilfeprogramm so gut genutzt worden ist, zeigt, dass viele Pendlerinnen und Pendler die Trennung von ihren Familien in Kauf genommen und damit in schwierigen Zeiten einen wertvollen Beitrag zum Funktionieren der Brandenburger Wirtschaft geleistet haben», sagte Steinbach laut einer Mitteilung.
Seit März war in Polen eine Regelung in Kraft, wonach polnische Berufspendler nach der Rückkehr in die Heimat 14 Tage in Quarantäne bleiben müssen. Seit dem 4. Mai galt eine Lockerung für Polen, die in Deutschland, der Slowakei, Tschechien oder Litauen arbeiten oder studieren, aber zunächst nicht für Personal in Medizin und Pflege. Die Regeln für sie wurden vergangene Woche gelockert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 18. Mai 2020 19:06 Uhr

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