Ministerin besorgt über Lage in Flüchtlingsunterkünften

Ministerin besorgt über Lage in Flüchtlingsunterkünften

Die Situation in Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge in Brandenburg ist in der Corona-Krise nach Einschätzung der Landesregierung schwierig. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) sprach am Mittwoch im Potsdamer Landtag von zum Teil gravierenden Problemen und einer unglaublichen Belastung. In einigen Einrichtungen waren vermehrt Corona-Fälle aufgetreten. «Es kommt zu sogenannten Kettenquarantänen.» Eine Isolation sei zum Teil sehr schwierig, manche Umzüge würden verweigert, es gebe Missverständnisse wegen Sprachschwierigkeiten sowie kulturelle Besonderheiten, sagte Nonnemacher. Es gebe das Angebot von Krisenberatungsteams.

Ursula Nonnemacher

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Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen), Gesundheitsministerin von Brandenburg.

In Schlachthöfen in Brandenburg sind anders als in anderen Bundesländern bisher keine Corona-Infektionen bei Beschäftigten aufgetreten. «Bisher sind den Gesundheitsämtern im Land Brandenburg keine positiven Fälle aus Schlachthöfen hier gemeldet worden», sagte die Ministerin. In den Unterkünften gebe es ein «deutlich erhöhtes Infektionsrisiko». Das könne nur mit einer kleinteiligen Unterbringung und einer konsequenten Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln minimiert werden.
Nach einem Corona-Ausbruch im April in einem Werk in Birkenfeld in Baden-Württemberg waren nun Belegschaften in Coesfeld und Oer-Erkenschwick (Nordrhein-Westfalen) sowie Bad Bramstedt in Schleswig-Holstein betroffen. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen der in Brandenburg Beschäftigten werden jetzt untersucht.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 13. Mai 2020 13:39 Uhr

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