Ministerium: Arbeitsbedingungen in Fleischbetrieben prüfen

Ministerium: Arbeitsbedingungen in Fleischbetrieben prüfen

Nach einer Häufung von Corona-Infektionen in Schlachtbetrieben in anderen Bundesländern sollen nach Angaben des Gesundheitsministeriums auch in Brandenburg die Arbeitsbedingungen von Beschäftigten in Fleischbetrieben überprüft werden. Ministeriumssprecher Gabriel Hesse verwies am Dienstag darauf, dass im Land nur wenige große Schlachtbetriebe mit einer hohen Anzahl von Schlachtungen ansässig seien. Der Fokus der Überprüfungen richte sich vor allem auf die Unterbringung von ausländischen Beschäftigten, auf den Transport zu den Betriebsstätten und die Ausrüstung mit persönlicher Schutzausrüstung, sagte Hesse. Die zuständigen Behörden würden sich untereinander abstimmen. Zunächst berichtete der rbb.

In deutschen Schlachthöfen waren zuletzt vermehrt Corona-Infektionen aufgetreten. Nach einem Corona-Ausbruch im April in einem Werk in Birkenfeld in Baden-Württemberg sind nun Belegschaften in Coesfeld und Oer-Erkenschwick (Nordrhein-Westfalen) sowie Bad Bramstedt in Schleswig-Holstein betroffen. In Nordrhein-Westfalen werden alle Beschäftigten in den Schlachthöfen auf das Virus getestet. Bis zu 20 000 Mitarbeiter müssen untersucht werden.
Ein weiter Schwerpunkt in Brandenburg ist laut Hesse die Überprüfung der Arbeits- und Lebensbedingungen von Saisonarbeitern in der Landwirtschaft. «Klar ist: Überall dort, wo Menschen auf engem Raum leben, gibt es ein deutlich höheres Infektionsrisiko», betonte er. Dieses könne nur mit einer kleinteiligen Unterbringung sowie einer konsequenten Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln minimiert werden kann. Die Verantwortung dafür trage der Arbeitgeber.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 12. Mai 2020 15:29 Uhr

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