Erneut Baum mit Seeadler-Nest in der Uckermark gefällt

Erneut Baum mit Seeadler-Nest in der Uckermark gefällt

Nachdem im Landkreis Uckermark seit 2018 Bäume mit Seeadler-Nestern bewacht werden, wurde nun erneut ein solcher Brutbaum illegal gefällt. Die Täter hätten in der Woche nach Ostern außerdem die Eier beziehungsweise die frisch geschlüpften Jungen aus dem zerstörten Nest beseitigt, teilte die Gemeindeverwaltung Uckerland (Uckermark) am Mittwoch mit. Das Seeadler-Paar hatte sich erst im Frühjahr in dem Gebiet angesiedelt. Den Tätern drohen nach Angaben der Gemeinde Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren.

Seeadler-Paar

© dpa

Ein Seeadler-Paar.

Der bisherige Schutz der Bäume geht auf die Vermutung zurück, dass die Zerstörung von Greifvogel-Horsten im Zusammenhang mit dem Bau von Windkraftanlagen steht. Die verbindlichen Abstandskriterien in Brandenburg schreiben Mindestabstände zu den Brutplätzen gefährdeter Arten vor. Im Falle des Seeadlers sind es 3000 Meter.
Mit einer Flügelspannweite von bis zu zweieinhalb Metern ist der Seeadler der größte heimische Greifvogel in Brandenburg. Die Vögel können mehr als 30 Jahre alt werden und standen in Brandenburg bereits kurz vor der Ausrottung. Mittlerweile lebt etwa ein Drittel des bundesdeutschen Bestandes in der Mark.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 6. Mai 2020 16:11 Uhr

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