Mord in Asylbewerberunterkunft: Mordkommission ermittelt

Mord in Asylbewerberunterkunft: Mordkommission ermittelt

Ein 25-jähriger Mann aus Afghanistan ist in Brandenburg in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber getötet worden. Ein ebenfalls dort lebender 29-jähriger Landsmann wurde festgenommen, wie die Polizeidirektion Nord am Mittwoch mitteilte. Noch am selben Tag sollte der mutmaßliche Täter dem Haftrichter vorgeführt werden. In der Unterkunft ermittele die Mordkommission, sagte Polizeisprecherin Ariane Feierbach.

Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht

© dpa

Ein Polizeiwagen steht mit eingeschaltetem Blaulicht.

Zu dem Streit war es nach Polizeiangaben am Dienstagabend in der Unterkunft in Zehdenick (Landkreis Oberhavel) nördlich von Berlin gekommen, in der beide jungen Männer lebten. Dabei soll der 29-Jährige das Opfer mit einem Messer angegriffen haben. Der 25-Jährige starb trotz Rettungsversuchen in der Unterkunft. Warum die beiden Männer in Streit gerieten, ist bisher unklar. «Die Ermittlungen laufen», sagte Feierbach.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Der Landrat des Landkreises Oberhavel, Ludger Weskamp, zeigte sich betroffen über den Vorfall: «Ich bedauere zutiefst, was in der Zehdenicker Gemeinschaftsunterkunft geschehen ist. Mein Beileid gilt den Hinterbliebenen des Getöteten.» So etwas dürfe sich nicht wiederholen, erklärte Weskamp.
In der Zehdenicker Gemeinschaftsunterkunft mit insgesamt 103 Plätzen leben nach Angaben des Landkreises derzeit 76 Menschen aus zehn unterschiedlichen Nationalitäten zusammen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 6. Mai 2020 18:07 Uhr

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