Kenia-Koalition für Lockerung von Corona-Kontaktverbot

Kenia-Koalition für Lockerung von Corona-Kontaktverbot

Die rot-schwarz-grüne Koalition in Brandenburg hält es für richtig, das Kontaktverbot über zwei Personen hinaus im Freien zu lockern. «Ich glaube, es ist nicht die Zahl wichtig, sondern dass der Abstand entsprechend eingehalten wird», sagte SPD-Fraktionschef Erik Stohn am Dienstag in Potsdam. Außerdem gehe es um die Hygieneregeln. «Das ist vielleicht der nächste Schritt, dass wir das Kontaktverbot in ein Abstandsgebot ändern.» Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jan Redmann betonte, es sei wichtig, dass das Kontaktverbot nicht ersatzlos entfalle und eine gewisse Lässigkeit eintrete. Er forderte eine enge Abstimmung mit Berlin.

Erik Stohn (SPD)

© dpa

Erik Stohn, Fraktionsvorsitzender der SPD im Brandenburger Landtag.

Grünen-Fraktionschefin Petra Budke hält es für wichtig, «dass man sich auch wieder zum gemeinsamen Spaziergang mit Freundinnen und Freunden verabreden kann». Der Schwerpunkt der Lockerungen solle aber bei Schulen, Kitas und Jugendeinrichtungen liegen.
Der AfD-Fraktionsvorsitzende Andreas Kalbitz forderte eine Aufhebung aller Verbote in der Corona-Krise. «Wo Maßnahmen erforderlich sein könnten, müssen die genau begründet werden im Einzelfall», sagte er. So könne es Beschränkungen in Pflegeheimen geben, um Risikogruppen zu schützen. Grundsätzliche Verbote seien aber falsch.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Linksfraktionschefin Kathrin Dannenberg hält eine Lockerung des Kontaktverbots ebenso für möglich wie Freie-Wähler-Fraktionschef Péter Vida. Er sagte, wenn es weiter niedrige Neuinfektionen gebe, könne eine Lockerung in ein bis zwei Wochen möglich sein.
In Brandenburg dürfen Bürger seit Mitte März draußen nur höchstens zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts bei 1,5 Metern Abstand unterwegs sein. Sachsen-Anhalt erlaubt seit Montag fünf.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 5. Mai 2020 14:28 Uhr

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