Ministerin: Bergmann-Klinik könnte bald wieder voll öffnen

Ministerin: Bergmann-Klinik könnte bald wieder voll öffnen

Das Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann könnte nach dem Coronavirus-Ausbruch aus Sicht der Brandenburger Landesregierung voraussichtlich in ein paar Wochen wieder normal öffnen. Die beiden neuen Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt und Tim Steckel hätten dem Ministerium am Dienstag über ihre Pläne berichtet, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Mittwoch in Potsdam. «Das macht auch Hoffnung, dass das Ernst von Bergmann in einigen Wochen dann wieder voll an den Start gehen kann - in Teilbereichen möglicherweise etwas früher.» Sie sagte: «Da wird also doch jetzt beherzt an der Problematik gearbeitet.»

Ernst von Bergmann Klinikum

© dpa

Der Eingansbereich des Ernst von Bergmann Klinikum.

In dem größten Potsdamer Krankenhaus, das rund eine halbe Million Menschen in der Region versorgen soll, hatten sich seit Mitte März Corona-Infektionen gehäuft. Seit 1. April gilt ein Aufnahmestopp, allerdings nicht für Notfälle. Bisher starben 42 Corona-Patienten in der Klinik, aktuell sind 33 Corona-Patienten in Behandlung. Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) hatte beide bisherigen Geschäftsführer für ein halbes Jahr beurlaubt. Das Ministerium wertet derzeit einen Bericht der früheren Klinikleitung über den Umgang mit der Krise aus.
Die Lage in einem weiteren Schwerpunkt der Corona-Infektionen im Land, der Brandenburgklinik in Bernau im Kreis Barnim, scheint sich nach Einschätzung der Ministerin etwas zu entspannen. Der Kreis schätze, dass die Klinik möglicherweise nächste Woche wieder «ans Netz» gehen könne, sagte Nonnemacher. Auch in Pflegeheimen etwa in Werder/Havel und Flüchtlingsunterkünften wie in Hennigsdorf hatte es eine Häufung von Infektionen gegeben.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 29. April 2020 15:18 Uhr

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