Wasserspiegel im «Cottbuser Ostsee» gesunken

Wasserspiegel im «Cottbuser Ostsee» gesunken

Der Wasserspiegel im «Cottbuser Ostsee» ist seit Anfang April sichtbar gesunken. Allein vom 15. bis 21. April habe der Rückgang 16 Zentimeter ausgemacht, teilte das Energieunternehmen Leag am Montag mit. Es wies jedoch den Verdacht der Grünen Liga zurück, dass das Wasser möglicherweise verdunstet sei.

Blick über den künftigen «Cottbuser Ostsee»

© dpa

Blick über den ehemaligen Braunkohletagebau Cottbus-Nord und künftigen «Cottbuser Ostsee».

«Das Wasser fließt zunächst in die tieferen Randbereiche und versickert dann in den noch nicht gesättigten Kippenbereichen», erklärte Leag-Pressesprecherin Kathi Gerstner. Nur ein Rückgang von 1,5 Zentimeter pro Woche sei auf Verdunstungen zurückzuführen. Dies wurde nach Angaben der Sprecherin bei der Planung bereits berücksichtigt.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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René Schuster von der Grüne Liga hatte die Absenkung des Wasserspiegels zuvor als dramatisch bezeichnet. «Denn der geplante riesige Flachwasserbereich ist noch gar nicht entstanden. Er wird in Trockensommern ein Vielfaches an Wasser verdunsten als die bisher gefüllten Bereiche.» Große flache Tagebauseen, wie der von der Leag geplante «Cottbuser Ostsee», seien aus Sicht der Grünen Liga im Klimawandel nicht zu verantworten.
Seit dem 26. März wird dem See nach einer Anweisung der Flutungszentrale Lausitz kein Wasser mehr zugeführt. «Bis jetzt sehen wir keine Chance, dass die Flutung bald wiederaufgenommen werden kann», sagte eine Sprecherin auf Anfrage. Wann dies wieder geschehen könne, entscheide die Zentrale in Abhängigkeit von Temperaturen und Niederschlägen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 27. April 2020 16:05 Uhr

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