Brandenburg will Studenten in Corona-Krise unterstützen

Brandenburg will Studenten in Corona-Krise unterstützen

Brandenburg will Studenten in der Corona-Krise mit zinslosen Krediten für Notlagen finanziell unterstützen. Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) kündigte am Montag ein Soforthilfe-Programm von 25 Millionen Euro als Überbrückung an. «Mehr als zwei Drittel der Studierenden sind neben dem Studium erwerbstätig - aber der Großteil der Jobs neben dem Studium ist weggefallen», erklärte Schüle in einer Mitteilung. Stundenten profitierten auch nicht vom Kurzarbeitergeld, hätten keinen Zugang zu Hartz IV und könnten erst neue Bafög-Anträge stellen, wenn über Anträge ihrer Eltern zu Kurzarbeit oder Grundsicherung entschieden sei.

Die Ministerin zeigte sich vom Bund enttäuscht. «Seit Wochen werben wir vergeblich beim Bund für eine praktikable und schnelle Lösung, insbesondere im Rahmen des Bafög, und haben dazu eigene Vorschläge unterbreitet - bislang leider ohne Erfolg», kritisierte die frühere Bundestagsabgeordnete. Sie plant nun kurzfristig monatliche Darlehen von 500 Euro für bis zu zwei Monate. Nötig sei dafür unter anderem eine gültige Immatrikulationsbescheinigung und ein Nachweis über die Kündigung eines bestehenden Arbeitsvertrages. Voraussichtlich sind ab 4. Mai Anträge möglich.
Die Studierendenvertretung begrüßte die Pläne in der Mitteilung. Sie halte aber eine Soforthilfe für besser, die nicht zurückgezahlt werden müsse.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 20. April 2020 15:37 Uhr

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