Justiz prüft mögliches Fehlverhalten bei Klinikleitung

Justiz prüft mögliches Fehlverhalten bei Klinikleitung

Die Staatsanwaltschaft Potsdam prüft, ob sich drei Ärzte und die Geschäftsführung des Ernst von Bergmann-Klinikums wegen eines möglichen Fehlverhaltens in Zusammenhang mit einer Häufung von Corona-Fällen strafbar gemacht haben. Ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren sei am Mittwoch an die Behörde abgegeben worden. «Wir prüfen mögliche strafrechtlich relevante Verstöße gegen Meldepflichten auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes», sagte ein Sprecher. Daneben werde auch der Verdacht auf weitere Straftaten geprüft.

Ernst-von-Bergmann-Klinikum in Potsdam

© dpa

Ernst von Bergmann-Klinikum in Potsdam.

Nach einer Häufung von Coronavirus-Fällen in dem Klinikum wurde am Dienstag gegen die Mitarbeiter ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Geprüft werde nun, ob sich die drei Ärzte und die zwei Geschäftsführer daneben auch nach dem Infektionsschutzgesetz strafbar gemacht haben, weil sie aufgetretene Corona-Fälle vorsätzlich zu spät oder gar nicht gemeldet haben und dadurch das Virus weiter verbreitet worden ist, wie der Sprecher sagte.
Der Verstoß von Meldepflichten kann nach dem Gesetz mit einer Geldbuße bis zu 25 000 Euro geahndet werden. Handelt es sich um eine Straftat, droht eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 8. April 2020 11:05 Uhr

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