Sanssouci, Cecilienhof und Rheinsberg von Streik betroffen

Sanssouci, Cecilienhof und Rheinsberg von Streik betroffen

Mit einem erneuten Warnstreik haben Mitarbeiter der Schlösserstiftung für die Aufnahme von Tarifverhandlungen demonstriert.

Das neue Palais in Potsdam

© dpa

Eine Besuchergruppe geht in das Neuen Palais in Potsdam.

Das Neue Palais im Potsdamer Park Sanssouci und das Schloss Rheinsberg blieben deshalb am Donnerstag, den 23. Januar 2020 geschlossen, das Schloss Cecilienhof hatte nur für Gruppen geöffnet, wie Stiftungssprecher Frank Kallensee berichtete.
Bereits vor vier Wochen, am zweiten Weihnachtsfeiertag, hatte Verdi zum Warnstreik aufgerufen. An der Aktion vor dem Neuen Palais in Potsdam und vor dem Berliner Schloss Charlottenburg beteiligten sich damals nach Gewerkschaftsangaben rund 50 Beschäftigte. Wie viele diesmal dem Aufruf folgten, konnte Verdi zunächst nicht sagen.
Die Gewerkschaft bemüht sich nach eigenen Angaben bislang vergeblich, Tarifverhandlungen mit der Geschäftsführung der Fridericus Service Gesellschaft (FSG) aufzunehmen. Die Gesellschaft ist eine hundertprozentige Tochter der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG). Alle Kassenkräfte, Schlossführer und auch das Reinigungspersonal sind bei der Servicegesellschaft beschäftigt. Seit ihrer Ausgliederung aus der Stiftung im Jahr 2006 werden die Beschäftigten nach Verdi-Angaben bei Fridericus nicht mehr nach dem Tarifvertrag der Länder bezahlt, sondern nur knapp oberhalb des gesetzlichen Mindestlohns.
Dazu hatte Stiftungssprecher Kallensee bereits gesagt, die Mitarbeiter des Besucherservice seien in dem Tarifvertrag des Sicherheitsgewerbes eingruppiert, der noch bis Ende kommenden Jahres laufe. Ein Schlossführer erhalte mit Zulagen einen Stundenlohn von etwa 15 Euro, das sei sicher kein Niedriglohn.
Man sei erstaunt, dass die Verdi-Tarifkommission bislang nicht das Gespräch mit der neuen FSG-Geschäftsführung gesucht habe, sagte Kallensee. Seit Jahresbeginn sei Victor Matthesius Geschäftsführer und stehe «selbstverständlich» für Gespräche zur Verfügung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 23. Januar 2020 14:14 Uhr

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