Vogelgrippe: Laufend Untersuchungen bei toten Wildvögeln

Vogelgrippe: Laufend Untersuchungen bei toten Wildvögeln

Der erste Nachweis von Vogelgrippe in dieser Saison in Brandenburg hat für Berlin laut Verbraucherschutzverwaltung zunächst keine Konsequenzen. «Derzeit sind keine besonderen Maßnahmen vorgesehen», teilte ein Sprecher der Senatsverwaltung am Dienstag auf Anfrage mit. Tot gefundene Wildvögel werden demnach laufend auf die Erkrankung untersucht - zuletzt ohne Treffer. Im vergangenen Jahr seien 29 Kadaver untersucht worden.

Mit Verweis auf die Jahre 2006 und 2016 erklärte der Sprecher, Berlin habe «einschlägige Erfahrung mit Vogelgrippe». Im Winterhalbjahr 2016/2017 wurde der Erreger in der Hauptstadt etwa bei Schwänen und Möwen nachgewiesen. Bundesweit zählte man damals mehr als 1000 Fälle bei Wildvögeln und mehr als 100 Ausbrüche bei gehaltenen Vögeln. In Berlin wurden als Vorsichtsmaßnahme etwa Sperrbezirke eingerichtet.
Am Montag war bekannt geworden, dass in Brandenburg, nahe der polnischen Grenze, eine tote Blessgans mit dem Erreger H5N8 gefunden wurde. Das Virus soll wahrscheinlich durch Zugvögel eingeschleppt worden sein. Es breitete sich seit Jahresbeginn sehr schnell in Osteuropa aus, unter anderem in Polen. Bisher sind keine Fälle bekannt geworden, in denen Menschen am Erreger H5N8 erkrankten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 21. Januar 2020 12:40 Uhr

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