Zäune gegen Schweinepest: Entscheidung erwartet

Zäune gegen Schweinepest: Entscheidung erwartet

Wird sich Brandenburg mit Zäunen entlang der deutsch-polnischen Grenze gegen die Afrikanische Schweinepest schützen? Eine Entscheidung darüber könnte nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums Brandenburg noch Ende dieser Woche fallen. Am Freitag treffen sich Experten des Bundes, aus Polen, und aus den an Polen angrenzenden Bundesländern zu der Seuche, wie Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Donnerstag im Landtag in Potsdam ankündigte. Anschließend soll es eine Entscheidung geben, ob Brandenburg die Zäune aufstellt, sagte sie.

Grünen-Politikerin Ursula Nonnemacher

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Grünen-Politikerin Ursula Nonnemacher.

Zäune im Umfang von insgesamt 150 Kilometer Länge habe allein das Land angeschafft, so Nonnemacher. Hinzu kommen nach ihren Worten Anschaffungen der Landkreise. Es gebe «reichlich Material», sagte die Ministerin. 150 000 bis 225 000 Euro habe das Land für die Zäune ausgegeben. Die mobilen Zäune könnten schnell aufgestellt und auch wieder abgebaut werden. Geplant sind Sperrungen entlang der Hochwasseranlagen an der deutsch-polnischen Grenze.
Um einen Seuchenübertritt zu verhindern, hat Brandenburg bereits mit Anordnungen zu verstärkter Bejagung und Probeentnahmen bei jedem verendeten Wildschwein reagiert. Drohnen und Wärmebildkameras werden für die Suche nach totem Wild entlang der Grenze bis 15 Kilometer ins Landesinnere eingesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 12. Dezember 2019 14:36 Uhr

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