Geywitz kündigt Kandidatur für Partei-Vizeposten an

Geywitz kündigt Kandidatur für Partei-Vizeposten an

Nach ihrer Niederlage beim Mitgliederentscheid über den SPD-Vorsitz hat Klara Geywitz ihre Kandidatur als stellvertretende Parteivorsitzende angekündigt. «Ich werde beim Parteitag als Vizevorsitzende der SPD kandidieren», sagte Geywitz der Düsseldorfer «Rheinischen Post» (Dienstag). «Damit möchte ich meinen Beitrag leisten, um die Partei wieder zu einen», so die 43 Jahre alte Potsdamerin.

Klara Geywitz spricht beim Landesparteitag

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Klara Geywitz spricht beim Landesparteitag der SPD Brandenburg.

Geywitz hatte bei der Mitgliederabstimmung im Team mit Bundesfinanzminister und Wahl-Potsdamer Olaf Scholz gegen Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans verloren. «Ich möchte mich als Vizevorsitzende insbesondere für die Gleichstellung von Frauen und Männern und die Belange der Ostdeutschen einsetzen», so Geywitz.
Unterstützung bekommt sie dabei von Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Landeschefin Manuela Schwesig. Der Osten müsse in der neuen Parteispitze stark vertreten sein, sagte die Ministerpräsidentin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. «Deshalb werden die ostdeutschen Landesverbände in Absprache mit den designierten Parteivorsitzenden Klara Geywitz als stellvertretende Vorsitzende vorschlagen.» Sie sprach von einem «Zeichen für Zusammenhalt über unterschiedliche Positionen hinweg».
Schwesig hatte bis Anfang September als SPD-Bundesvize die Interessen der ostdeutschen Sozialdemokratie in der Parteiführung vertreten, das Amt nach zehn Jahren aber wegen einer Krebserkrankung abgegeben. Der SPD-Vorstand wird beim Bundesparteitag gewählt, der am Freitag beginnt.
Der sächsische SPD-Chef und Ostbeauftragte der Partei, Martin Dulig, pflichtete Schwesig bei. Er unterstütze, Geywitz «jetzt zur neuen starken Stimme für den Osten zu machen», sagte er laut Mitteilung vom Montag. Mit Geywitz bewerbe «sich eine kluge und durchsetzungsstarke Frau». «Ich sehe in ihrer Kandidatur eine große Chance.» Er erwarte jetzt vom Parteitag ein Zeichen der Geschlossenheit und der Solidarität mit dem Osten, so Dulig.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 2. Dezember 2019 20:58 Uhr

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