Schlechte Verhältnisse für Familien in Brandenburgs Norden

Schlechte Verhältnisse für Familien in Brandenburgs Norden

Der Norden Brandenburgs schneidet in einem bundesweiten Vergleich von Lebensqualität für Familien schlecht ab. Auf den Plätzen 396, 397 und 398 von 401 gewerteten Städten und Kommunen landen die Landkreise Ostprignitz-Ruppin, Uckermark und Prignitz der «Deutschland-Studie» des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos, die das ZDF in Auftrag gegeben hat. Der Landkreis Oberhavel befindet sich etwas weiter vorne auf Platz 342 von 401.

In der Stadt Potsdam können Familien dafür sehr gut leben: Die Landeshauptstadt landet auf dem zehnten Platz des Bundes-Rankings. Den Spitzenplatz hält der hessische Hochtaunuskreis, gefolgt von der Stadt Baden-Baden in Baden-Württemberg und dem bayerischen Landkreis Starnberg. Schlusslichter sind die Stadt Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen (400) und das Jerichower Land in Sachsen-Anhalt (401).
Für das Ranking bewerteten die Forscher von Prognos vier Lebensbereiche mit zahlreichen Indikatoren. Punkten konnte Potsdam etwa vor allem im Bereich Bildung und Soziales. Hier zählte unter anderem die Entfernung zur nächsten Grundschule, die Betreuungssituation, Kinderarmut und die Gleichstellung von Männern und Frauen. Auch die Bereiche Geld und Wohnen, Gesundheit und Sicherheit sowie Freizeit- und Kultur-Angebote bewerteten die Forscher. Bundesweit gehe der Anteil von Familien in vielen Großstädten mit extrem hohen Mieten zurück.
Innerhalb Brandenburgs bietet nach Potsdam Frankfurt (Oder) der Studie zufolge die besten Lebensverhältnisse für Familien, gefolgt vom Landkreis Potsdam-Mittelmark. Auf Platz vier und fünf des Rankings innerhalb des Landes stehen die Städte Cottbus und Brandenburg an der Havel.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 28. November 2019 12:24 Uhr

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