Schweinepest: Landestierarzt kontaktiert polnische Behörden

Schweinepest: Landestierarzt kontaktiert polnische Behörden

Seit dem Nachweis der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Westpolen steht Brandenburgs Landestierarzt in regem Kontakt mit den Veterinärbehörden im Nachbarland. «Wir haben mehrfach telefoniert», sagte der Tiermediziner Stephan Nickisch am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Aktuell gebe es jedoch keine neuen Entwicklungen. Nickisch rechne damit, dass rund um den Fundort der toten Wildschweine in Polen noch weitere mit dem Virus infizierte Kadaver gefunden werden. Ob es außerhalb dieser Kernzone noch Funde gibt, bleibe abzuwarten. Das Risiko eines Ausbruchs der Seuche in Deutschland und in Brandenburg sei unverändert hoch.

Notfallübung gegen Schweinepest

© dpa

Polnische Veterinärbehörden trainieren für das Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP).

Mitte November war bei 22 toten Wildschweinen in Polen nahe der deutschen Grenze das Virus nachgewiesen worden. Seitdem wächst die Sorge vor der Seuche auch in Deutschland. Für Menschen ist sie ungefährlich.
Brandenburg pflegt mit den Veterinärbehörden der angrenzenden polnischen Woiwodschaften Lebus und Westpommern Partnerschaften, wie Nickisch erklärte. Zweimal im Jahr werde sich ausgetauscht. Neben etwa Tierschutzthemen sowie Themen der Lebensmittel- und Fleischhygiene seien auch Tierseuchen und insbesondere ASP immer Gesprächsgegenstand. So seien die ASP-Bekämpfungspläne auch mit den Woiwodschaften abgestimmt. Bei den aktuellen Vorkommnissen handeln die Behörden Nickisch zufolge wie vorgesehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 26. November 2019 13:04 Uhr

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