Frauenministerin will mehr Hilfe für Frauen bei Gewalt

Frauenministerin will mehr Hilfe für Frauen bei Gewalt

Brandenburgs Frauenministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) will mehr Hilfe für Frauen anbieten, die Opfer von Gewalt werden. Am Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt erklärte sie, die neue Landesregierung aus SPD, CDU und Grünen setze sich für die betroffenen Frauen und Kinder ein. «Eine Maßnahme wird sein, die Zufluchts- und Beratungsangebote im Land weiter zu stärken.» Die Frauenorganisation «Terre des Femmes» hisste am Montag im Beisein der Ministerin eine Fahne im Innenhof des Landtags.

Brandenburgs Frauenministerin Ursula Nonnemacher

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Brandenburgs Frauenministerin Ursula Nonnemacher.

Parlamentsvizepräsidentin Barbara Richstein erklärte nach Angaben des Landtags: «Mord und gefährliche Körperverletzung sind keine «Beziehungstaten», sondern schwere Verbrechen. Das muss beim Namen genannt werden.» In mehreren Städten wurden am Montag Fahnen als Zeichen gegen Gewalt an Frauen hochgezogen - zum Beispiel in Potsdam, in Herzberg (Kreis Elbe-Elster) und in Prenzlau (Kreis Uckermark).
Die Linksfraktion im Landtag forderte eine gesetzliche Grundlage für die Finanzierung von Frauenhäusern. «Dafür ist ein Landesgesetz notwendig, um den Frauen in allen Regionen des Landes gleichermaßen Schutz zu bieten», erklärte Linksfraktionschefin Kathrin Dannenberg. Frauenpolitikerin Bettina Fortunato sagte, bisher gebe es große Unterschiede im Land, weil sich die Finanzierung aus Landesmitteln, kommunalen Zuwendungen, unterschiedlichen Tagessätzen der Frauen und Spenden zusammensetze.
Von 4361 Opfern häuslicher Gewalt in Brandenburg waren im Jahr 2018 nach Angaben der Polizei 3131 weiblich, 1230 Opfer waren männlich. Die Zahl stieg um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 25. November 2019 13:50 Uhr

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