Oder-Havel-Kanal: Bombe wird Mitte Dezember entschärft

Oder-Havel-Kanal: Bombe wird Mitte Dezember entschärft

Der kürzlich in der Nähe der Oder-Havel-Wasserstraße in Oranienburg gefundene Blindgänger soll am 12. Dezember entschärft werden. Das teilte die Stadt am Mittwoch mit. In dieser Woche begännen die Vorarbeiten zur Beseitigung des in vier Metern Tiefe liegenden Sprengkörpers. So soll in den nächsten Tagen die nötige Arbeitsfläche hergerichtet und Spundwände rund um die Bombe in die Erde gepresst werden. In der kommenden Woche solle die notwendige Grundwasserabsenkung starten, um sie freilegen zu können.

Da die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Ufernähe liegt, ist der Oder-Havel-Kanal bereits seit Montag gesperrt. Der Wasserweg gilt als Hauptwasserstraße von Norden und Osten nach Berlin und umgekehrt. Betroffen sind die Güter-, Ausflugs- und Freizeitschifffahrt. Außerdem liegen einige Parzellen einer Kleingartenanlage, ein Bahndamm und Teile eines Wassersportzentrums im Sperrbereich.
Der direkte Wasserweg zur Mecklenburgischen Seenplatte war damit nur vier Tage in diesem Jahr geöffnet. Wegen erheblicher Bauverzögerungen war die Schleuse Zaaren bei Templin sieben Monate länger als geplant geschlossen und erst am 7. November für den Monat November mit Wärtern wieder in Betrieb genommen worden.
Die Bombe befindet sich der Stadtverwaltung Oranienburg zufolge an einer Stelle in einer Kleingartenanlage, wo schon im Juli in mehreren Metern Tiefe zwei Weltkriegsbomben entschärft werden mussten. Rund 5100 Menschen mussten zeitweise ihre Wohnungen und Arbeitsstellen verlassen. Wie die Stadtsprecherin weiter sagte, sei noch nicht klar, ob dies der letzte Blindgänger in der Nähe des Wasserweges sei.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 13. November 2019 13:35 Uhr

Weitere Meldungen