Kompetenzzentrum zu Lösungen für Energiewende eröffnet

Kompetenzzentrum zu Lösungen für Energiewende eröffnet

In der Lausitz arbeitet künftig eine neue Denkfabrik an Lösungen zur Energiewende: Am Freitag wurde in Cottbus das Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) eröffnet. Es arbeitet im Auftrag des Bundesumweltministeriums und ist eine der ersten Bundeseinrichtungen, die im Zuge der Strukturentwicklung in der Lausitz angesiedelt werden. Im Kompetenzzentrum werden zunächst sechs Mitarbeiter beschäftigt, geplant sind 14 weitere.

Eröffnung Kompetenzzentrum Klimaschutz

© dpa

Das Logo vom Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) ist an einer Wand zu lesen.

«Wir lassen die energieintensive Industrie nicht alleine», sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) bei der Eröffnung des Zentrums. Das Kompetenzzentrum solle als Ideenschmiede der Industrie dabei helfen, auf dem wachsenden Markt von klimaneutral hergestellten Gütern zu bestehen und gleichzeitig ihre klimaschädlichen Emissionen weiter zu verringern.
Im Vordergrund stehen dabei besonders schwer vermeidbare Emissionen, die in vielen Herstellungsprozessen in energieintensiven Branchen wie etwa der Stahl- und Zementbranche und Teilen der chemischen Industrie entstehen. «Es geht darum, unsere gesamte Volkswirtschaft treibhausgasneutral zu machen», sagte Schulze. Dafür werde in der Lausitz Kompetenz gebündelt, von der ganz Deutschland profitieren könne.
Zentrale Maßnahme des Bundesumweltministeriums ist ein Förderprogramm «Dekarbonisierung in der Industrie», das vom KEI umgesetzt werden soll. Damit sollen sowohl die Erforschung und Entwicklung von Klimaschutztechnologien als auch deren Anwendung und Umsetzung in der Industrie finanziert werden. Das Förderprogramm soll im Laufe des kommenden Jahres starten. Die Bundesregierung stellt dafür insgesamt laut Schulze eine Milliarde Euro zur Verfügung.
Als einen Partner in der Region hat die neue Denkfabrik das Fraunhofer-Institut, das zum 1. Dezember 2019 eine Einrichtung für Energieinfrastruktur und Geothermie (IEG) in Cottbus ansiedelt. Zudem erforscht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bereits gemeinsam mit der Brandenburgisch-Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, wie aus fossilen Kraftwerken kohlenstoffarme Energielieferanten werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 8. November 2019 19:10 Uhr

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