Höhere Beschaffungskosten: Versorger enviaM erhöht Preise

Höhere Beschaffungskosten: Versorger enviaM erhöht Preise

Mehr als 700 000 Stromkunden im Osten müssen sich auf höhere Kosten einrichten. Der Energiedienstleister enviaM erhöht zum 1. Januar die Preise für Privat- und Gewerbekunden in allen Tarifen. Wie das Unternehmen am Donnerstag in Chemnitz mitteilte, kostet die Kilowattstunde Strom künftig 1,65 Cent brutto mehr als bisher. Die Preiserhöhung wurde mit gestiegenen Beschaffungskosten begründet. Die Grundpreise bleiben den Angaben zufolge konstant.

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Das Logo von enviaM.

Laut enviaM zahlen Privatkunden mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2000 Kilowattstunden künftig 29,35 Cent je Kilowattstunde und damit sechs Prozent mehr als bisher. Die Jahresstromrechnung würde in diesem Fall von 688,44 Euro auf 721,28 Euro steigen. Für Gewerbekunden mit einem Durchschnittsverbrauch von 6000 kWh verteuert sich die Kilowattstunde auf 29,51 Cent. Die Jahresrechnung würde um knapp 100 Euro auf 1970,72 Euro steigen.
Wegen gestiegener Preise für Brennstoffe zur Stromerzeugung hätten sich die Beschaffungskosten um 47 Prozent erhöht, teilte enviaM mit. «Während im Jahr 2019 die sinkenden Netzentgelte und Umlagen den Anstieg der Beschaffungskosten noch ausgleichen konnten, ist dies im Jahr 2020 nicht der Fall», sagte das für den Vertrieb zuständige Vorstandsmitglied Andreas Auerbach.
EnviaM versorgt in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg nach eigenen Angaben mehr als 1,3 Millionen Kunden mit Strom, Gas, Wärme und Dienstleistungen. Der zur Unternehmensgruppe gehörende Gasversorger Mitgas hatte bereits im August angekündigt, dass die Gaspreise während der Heizperiode 2019/2020 nicht steigen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 7. November 2019 12:32 Uhr

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