Experten: Lage an Spree und Schwarzer Elster entspannt

Experten: Lage an Spree und Schwarzer Elster entspannt

Nach der anhaltenden Trockenheit über Monate hat sich die Lage an den Flüssen Spree und Schwarze Elster nun entspannt. Experten der länderübergreifenden Arbeitsgruppe «Extremsituation» empfehlen den unteren Wasserbehörden, die im Frühsommer erlassenen Einschränkungen zur Entnahme von Wasser durch Anwohner aufzuheben, teilte das Umweltministerium am Dienstag mit. Die Verdunstung sei deutlich geringer und habe sich stabilisiert. Die Wiederauffüllung der Talsperren und Speicher habe weiter oberste Priorität.

Ausgetrocknete Schwarze Elster

© dpa

Das im Juli noch ausgetrocknete Flussbett der Schwarzen Elster, hier bei Senftenberg.

Zuletzt habe es in der Spree am Unterpegel Leibsch einen Abfluss von etwa 6,4 Kubikmeter pro Sekunde gegeben. Damit sei eine Stabilisierung des Abflusses in der Spree zu verzeichnen, die allerdings immer noch deutlich unter dem mittleren Abfluss für Oktober von 18,4 Kubikmetern pro Sekunde liege, hieß es. Noch vorhandene Wasserreserven in den Bergbauspeichern und der Talsperre Spremberg sichern auch in nächster Zeit einen mittleren Niedrigwasserabfluss - der darüber entscheidet, dass Wasser auch in Berlin ankommt.
Auch an der Schwarzen Elster habe sich die Lage leicht stabilisiert, hieß es. Der Fluss führe im Abschnitt zwischen den Wehren Kleinkoschen und Senftenberg wieder Wasser. Trotz der leichten Stabilisierung liegen die Abflüsse in der Schwarzen Elster weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Unterhalb von Senftenberg am Pegel Biehlen 1 beträgt der Abfluss derzeit etwa 0,7 Kubikmeter pro Sekunde. Der mittlere Abfluss für diesen Pegel liegt im Oktober normalerweise bei 2,49 Kubikmetern pro Sekunde.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 29. Oktober 2019 16:55 Uhr

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