Polizei stimmt Sicherheitsbedarf mit jüdischen Gemeinden ab

Polizei stimmt Sicherheitsbedarf mit jüdischen Gemeinden ab

Die Brandenburger Polizei stimmt sich nach dem Anschlag auf eine Synagoge in Halle/Saale für die Verstärkung ihrer Präsenz eng mit den jüdischen Gemeinden ab. Man sei mit ihnen in Kontakt, um die Sicherheitsbedürfnisse zu klären, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Brandenburg am Donnerstag in Potsdam. Es gehe um Gebetshäuser, Büros, Friedhöfe, Gedenksteine und Gedenktafeln. «Diese Orte unterziehen wir nochmal einer Bewertung.» Der Sprecher betonte: «Das haben wir sehr intensiv auf dem Schirm.»

Das Wappen von Brandenburg auf einem Sonderschutzfahrzeug

© dpa

Das Wappen von Brandenburg auf einem Sonderschutzfahrzeug.

In Halle waren am Mittwoch zwei Menschen erschossen worden, einer in der Nähe der Synagoge. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte am Donnerstag: «Wir sind aufgefordert, gegen Antisemitismus klare Kante zu zeigen - immer und überall.» Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke rief dazu auf, «Haltung zu zeigen, politisch aufzuklären und zu bilden». Denn: «Der Hass auf Andersdenkende, Andersgläubige oder Andersaussehende ist in unserer Gesellschaft tief verwurzelt», erklärte sie.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 10. Oktober 2019 12:48 Uhr

Weitere Meldungen