Brandstiftungs-Prozess gegen Ex-NPD-Politiker: Urteil

Brandstiftungs-Prozess gegen Ex-NPD-Politiker: Urteil

Im Revisionsprozess gegen den früheren NPD-Politiker und mutmaßlichen Brandstifter Maik Schneider wird am Mittwoch vor dem Potsdamer Landgericht das Urteil erwartet. Schneider soll im August 2015 eine Sporthalle in Nauen (Havelland) angezündet haben, in der Flüchtlinge untergebracht werden sollten. Die Staatsanwaltschaft hat acht Jahre und drei Monate Haft gefordert, ein Anwalt Schneiders plädierte auf Freispruch. Seiner Ansicht nach sei seinem Mandanten die Tat nicht eindeutig nachgewiesen worden. Die Verteidigung will am Dienstag ein weiteres Plädoyer halten.

Prozess wegen Brandanschlag auf Turnhalle in Nauen

© dpa

Blick auf eine brennende Sporthalle.

In einem ersten Prozess war Schneider vor dem Landgericht Potsdam zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er im August 2015 die Turnhalle in Brand setzte. Damals hatte Schneider die Brandstiftung gestanden. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil jedoch auf. Aus Sicht der Richter war ein Schöffe befangen. Deshalb muss das Potsdamer Gericht sich erneut mit dem Fall beschäftigen. Schneider ist inzwischen wegen überlanger Verfahrensdauer auf freiem Fuß. In dem Revisionsprozess hat er zu den Vorwürfen geschwiegen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 30. September 2019 19:30 Uhr

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