Bürgermeisterin: Jähn war ein toller Mensch

Bürgermeisterin: Jähn war ein toller Mensch

Die Bürgermeisterin von Sigmund Jähns Wohnort Strausberg bei Berlin verbindet mit dem ersten Deutschen im All gute Erinnerungen. «Obwohl er viel beschäftigt war, stand er bereit, wenn wir ihn brauchten», sagte Elke Stadeler (parteilos) am Montag. Am Samstag war Jähn im Alter von 82 Jahren in Strausberg gestorben. Er lebte seit Jahrzehnten in der Stadt, wo einst der Sitz des DDR-Ministeriums für Nationale Verteidigung war.

Jähn startete am 26. August 1978 mit dem Raumschiff «Sojus 31« vom Raumfahrtzentrum Baikonur aus. 7 Tage, 20 Stunden und 49 Minuten war er im All - erst 1983 folgte ihm mit Ulf Merbold ein zweiter Deutscher.
Zuletzt sei Jähn im vergangenen Jahr bei der Wiedereröffnung der Kita «Juri Gagarin» dabei gewesen, erzählte Bürgermeisterin Stadeler. «Die Kinder kannten ihn zwar nicht, aber die Eltern und Großeltern machten Selfies mit ihrem Helden und waren ganz begeistert.»
Jähn war zweifacher Ehrenbürger von Strausberg: Zunächst wurde er zu DDR-Zeiten ausgezeichnet. Doch mit der Wende war das Ehrenbuch der Stadt geschlossen worden. 2012 erhielt er die Ehrung erneut. «Sigi war ein toller Mensch, liebenswert und sehr bescheiden», sagte Stadeler, die ihn über Jahrzehnte kannte und auch duzte. Ihre Anteilnahme zu dem Verlust gelte jetzt der Familie.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 23. September 2019 11:50 Uhr

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