Ostdeutsche Maschinenbauer beklagen Mangel an Nachwuchs

Ostdeutsche Maschinenbauer beklagen Mangel an Nachwuchs

Die Betriebe im ostdeutschen Maschinenbau sind besorgt über den zunehmenden Mangel an Berufsnachwuchs. Zum einen gibt es immer weniger Bewerber, zum anderen große Wissenslücken bei den Schulabgängern, wie aus einer am Donnerstag in Leipzig veröffentlichten Umfrage des VDMA Ost (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) hervorgeht. Befragt wurden die 350 Mitgliedsunternehmen in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Demnach konnten in diesem Jahr 44 Prozent der Unternehmen nicht alle geplanten Ausbildungsplätze besetzen, im Vorjahr waren es 39 Prozent.

Ein Arbeiter steht in einer Montagehalle

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Ein Arbeiter steht in einer Montagehalle des Siemens-Turbinenwerks in Grölitz. Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild

Sinkende Bewerberzahlen machen 91,17 Prozent der Firmen zu schaffen. Sie führen das vor allem auf die verstärkte Studienorientierung und die demografische Entwicklung zurück. 70 Prozent bemängeln außerdem, dass die Jugendlichen oft nicht ausreichend auf die Anforderungen der betrieblichen Praxis vorbereitet sind und erhebliche Wissenslücken in den Naturwissenschaften haben.
Der Verband fordert daher, die technische Allgemeinbildung an den Grund- und weiterführenden Schulen auszubauen und Fächer wie Mathematik und Physik praxisbezogener zu unterrichten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 15. August 2019 11:40 Uhr

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