87 Bundesimmobilien in Brandenburg an privat verkauft

87 Bundesimmobilien in Brandenburg an privat verkauft

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) hat im ersten Halbjahr 2019 in Brandenburg 87 Objekte an Privatleute verkauft. Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordnete Caren Lay hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Nur neun der verkauften märkischen Areale erwarben Gebietskörperschaften.

«Grundstück zu verkaufen»

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Ein Schild mit der Aufschrift «Grundstück zu verkaufen» steht an einer Straße. Foto: Patrick Pleul/Archivbild

Rund 80 Prozent der bundesweit verkauften 613 Liegenschaften gingen an privat. Die Bima gehört dem Bund und ist mit 466 000 Hektar und etwa 36 000 Wohnungen eine der größten Immobilieneigentümerinnen Deutschlands.
«Die Privatisierung öffentlichen Bodens und öffentlicher Gebäude muss endlich beendet werden», verlangte Lay, die auch stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken ist. «Bundeseigene Grundstücke und Gebäude sollten zukünftig nur noch an Kommunen und Genossenschaften und in Erbpacht abgegeben werden. Außerdem muss die Bima endlich selber bauen!».
Ein anderes Bild ergibt sich indes beim Blick auf die bundesweit verkauften Wohneinheiten. Hier gingen fünf von sechs Einheiten (400 von 480) an Privatleute. Laut Bundesfinanzministerium handelt es sich in der Regel um Ein- und Zweifamilienhäuser. Die Zahlen stehen nur scheinbar im Widerspruch zu den verkauften Liegenschaften, da eine einzelne Liegenschaft mehrere Wohneinheiten umfassen kann. Das entspricht dem längerfristigen Trend: Seit 2013 verkaufte die Bima ihre Wohnungen vorwiegend an öffentliche Träger.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 9. August 2019 07:22 Uhr

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