Bahn: Lübbenau-Cottbus soll ab 2027 zweigleisig sein

Bahn: Lübbenau-Cottbus soll ab 2027 zweigleisig sein

Für die Lausitz ist der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke von Lübbenau nach Cottbus ein wichtiges Signal, um den Strukturwandel besser zu bewältigen. Das Projekt ist einen Schritt vorangekommen.

Deutsche Bahn Zentrale Berlin

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Der Bahn-Tower in Berlin am Potsdamer Platz mit dem Reichstag im Hintergrund. Foto: Kay Nietfeld/Archiv

Vetschau (dpa) - Die Züge von Berlin nach Cottbus und zurück können nach den Plänen der Deutschen Bahn voraussichtlich Ende 2027 auf der kompletten Strecke zweigleisig rollen. Das teilte die DB Netz AG am Montag nach einem Treffen mit Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) und kommunalen Vertretern in Vetschau im Spreewald mit. Bisher ist die Strecke von Lübbenau nach Cottbus nur eingleisig - das soll sich nun aber ändern. Die Bahn rechnet nach ihren Angaben für etwa April 2025 mit dem Baubeginn des zweigleisigen Ausbaus der 29 Kilometer langen Strecke Lübbenau-Cottbus. Die Inbetriebnahme soll dann etwa im Dezember 2027 folgen.
Die Brandenburger Verkehrsministerin betonte die Bedeutung des Projekts für die Lausitz, die vom geplanten Braunkohleausstieg bis 2018 betroffen ist und vor einem großen Strukturwandel steht. «Der Ausbau der Strecke ist das zentrale Infrastrukturvorhaben zur Strukturstärkung in der Lausitz und ein Gewinn für die Bürgerinnen und Bürger», erklärte Schneider per Mitteilung. «Wir wollen damit langfristig die Kapazitäten für den Regional- und Fernverkehr von Berlin nach Cottbus und Breslau erhöhen.»
Das Bundeskabinett hatte im Mai Strukturhilfen für die vom Kohleausstieg betroffenen Länder auf den Weg gebracht. Der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) hält den Ausbau für eine der wichtigsten Voraussetzungen für das Gelingen des Strukturwandels. Nach Ansicht des Landrats Spree-Neiße, Harald Altekrüger (CDU), würde mit dem Ausbau eines zweiten Gleises eines der drängendsten Infrastrukturprobleme in der Lausitz gelöst.
Geplant ist laut Deutsche Bahn ein durchgängiger Ausbau auf Tempo 160. Die Planung wird nach den Angaben vollständig vom Land Brandenburg finanziert. Auf der Strecke ist Schallschutz unter anderem mit Lärmschutzwänden vorgesehen. Drei Moorstellen sollen saniert werden. Der Bahnübergang in Kolkwitz soll nach den Plänen künftig nicht mehr bestehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 29. Juli 2019 15:30 Uhr

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