Wassersituation in Südbrandenburg weiter angespannt

Wassersituation in Südbrandenburg weiter angespannt

Die Niederschläge der vergangenen Tage haben die Wassersituation in den Flüssen Südbrandenburgs nicht entspannt. Das teilte das Umweltministerium am Mittwoch mit. Zuvor hatte eine Arbeitsgruppe aus Vertretern Berlins, Brandenburgs, Sachsens sowie der Bergbauunternehmen über die aktuelle Situation beraten. In den Flussgebieten Spree und Schwarze Elster bleibe die Lage weiter angespannt, hieß es nach der Sitzung. Demnach liegen die Abflüsse weiter im Niedrigwasserbereich. Am Montag wurde in der Spree in Brandenburg am Unterpegel Leibsch nur ein Abfluss von zwei Kubikmeter pro Sekunde gemessen. Normal im Juli sind zwölf Kubikmeter pro Sekunde.

Trockenheit

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Tiefe Risse sind im vertrockneten Boden zu sehen. Foto: Patrick Seeger/Archivbild

Auf einem Abschnitt von vier Kilometern zwischen Kleinkoschen und Senftenberg ist die Schwarze Elster den Angaben zufolge vollständig ausgetrocknet. Der Abfluss am Pegel Biehlen-1 beträgt aktuell 0,43 Kubikmeter pro Sekunde und erreicht damit nur etwa ein Drittel der üblichen Sommerwerte.
Wegen der angespannten Lage blieben die bisher ergriffenen Maßnahmen weiter bestehen, teilte die Arbeitsgruppe im Landesamt für Umwelt weiter mit. Dazu gehörten die Ressourcen schonende Bewirtschaftung der Talsperren und Wasserspeicher in Sachsen und Brandenburg. Auch einzelne Schleusen im Spreewald bleiben für den Bootsverkehr geschlossen. Betroffen sind die Schleusen Leibsch (in den Dahme-Umflutkanal), Krausnicker Strom und Groß Wasserburg.
Zudem gilt in zahlreichen Landkreisen weiter ein Entnahme-Verbot für Wasser. In den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße, Cottbus, Dahme-Spreewald und Elbe-Elster darf zwischen 6.00 Uhr und 21.00 Uhr aus Flüssen und Seen kein Wasser mehr gepumpt werden. Dies gilt auch im Landkreis Barnim.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 17. Juli 2019 14:10 Uhr

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