«Ein Brandenburg»: SPD setzt im Wahlkampf auf Zusammenhalt

«Ein Brandenburg»: SPD setzt im Wahlkampf auf Zusammenhalt

Brandenburgs SPD hat laut Umfragen deutlich an Zustimmung verloren und liegt knapp zwei Monate vor der Landtagswahl gleichauf mit der AfD. Mit seiner Wahlkampagne will SPD-Landes- und Regierungschef Woidke die Bürger zur Solidarität aufrufen.

SPD

© dpa

Ein Schatten fällt auf eine Fahne mit dem SPD Logo. Foto: Julian Stratenschulte/Archivbild

Potsdam (dpa/bb) - Die Brandenburger SPD will im Landtagswahlkampf unter anderem mit den Themen besserer Nahverkehr, beitragsfreie Kitas, Ausbau der Digitalisierung und der Forderung nach einem Mindestlohn von 13 Euro punkten. Trotz derzeit schwacher Umfragewerte zeigte sich Landeschef und Ministerpräsident Dietmar Woidke bei der Vorstellung der SPD-Wahlkampagne am Freitag zuversichtlich, dass er mit seiner Partei als stärkste Kraft auch die nächste Landesregierung anführen werde. Die Regierungspartei setze mit dem Wahlkampfmotto «Ein Brandenburg» insbesondere auf das Thema «Zusammenhalt», den die SPD im Land erhalten wolle, sagte Woidke.
«Die Umfragen sind beeinflusst von den Entwicklungen auf Bundesebene», sagte der Landeschef. Er setzt auch auf seinen Amtsbonus. «Wenn sich in Umfragen fast jeder zweite Brandenburger Dietmar Woidke als nächsten Ministerpräsidenten wünscht, können wir nicht so viel falsch gemacht haben.»
In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die «Bild»-Zeitung lag die SPD bei der Sonntagsfrage zuletzt gleichauf mit der AfD bei 19 Prozent. Bei der Landtagswahl 2014 war die SPD unter Woidke noch mit knapp 32 Prozent stärkste Kraft geworden.
Für den Fall eines Wahlsiegs wollte Woidke noch keine Aussage zu möglichen Koalitionen treffen. «Wir werden nach der Landtagswahl schauen, mit wem es möglich ist zu regieren.» Die Aussage des CDU-Spitzenkandidaten Ingo Senftleben, der eine Zusammenarbeit mit Woidke bereits ausgeschlossen hatte, wollte er nicht kommentieren.
Dafür aber die Ankündigung Senftlebens, aus Respekt vor den Wählern zwar mit der AfD sprechen, aber keinesfalls koalieren zu wollen. «Wir werden mit der AfD weder reden noch koalieren», stellte Woidke klar. «Und ich würde mir von allen Parteien diese Aussage wünschen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 5. Juli 2019 16:00 Uhr

Weitere Meldungen