Steinbach: Kontakte in China vertieft

Steinbach: Kontakte in China vertieft

Acht Tage, mehrere Provinzen: Brandenburg war auf Werbetour in China. Peking, Nanjing, Shanghai oder Hongkong wurden angesteuert. Das riesige Land ist ein wichtiger Handelspartner für märkische Unternehmen.

Jörg Steinbach

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Jörg Steinbach (SPD), Wirtschaftsminister von Brandenburg, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Jens Kalaene/Archiv

Potsdam (dpa/bb) - Aus Sicht von Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) ist der China-Besuch erfolgreich verlaufen. «Wir haben vorhandene Kontakte vertieft, neue geknüpft und kehren erschöpft, aber sehr optimistisch heim», sagte er am Sonntag auf Anfrage nach seiner achttägigen Reise. China sei einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands. «Davon muss auch Brandenburg noch stärker profitieren», betonte er.
In Shijiazhuang, der Hauptstadt der Provinz Hebei, wurden mit Vertretern der Provinzregierung regelmäßige Tagungen zur Energiewende abwechselnd in Hebei und Brandenburg vereinbart. Dabei sollen sich unter anderem Firmen vorstellen, die Interesse am Markt im Partnerland haben. Gerade in den Bereichen Umwelt- und Energietechnik sowie Erneuerbare Energien seien märkische Kompetenzen in Hebei gefragt, betonte Steinbach. Hebei ist seit 2015 Partnerprovinz von Brandenburg.
Bei einem Besuch des Pharmaunternehmens Sirio In Ma‘ anshan, Mutterhaus der Ayanda GmbH in Pritzwalk, habe die Firmenleitung weitere Investitionen am Brandenburger Standort in Aussicht gestellt, so Steinbach. Die Firma Re-Fire in Shanghai, die Brennstoffzellen für den Automobilbereich entwickelt und produziert, plane die Einrichtung eines Forschungsschwerpunktes in Zusammenhang mit der BTU Cottbus-Senftenberg und der Tongji Universität.
Bei einem Treffen mit dem Council for the Promotion of International Trade (CPITSH) Shanghai wurde zudem nach den Angaben vereinbart, dass die Wirtschaftsförderung Land Brandenburg WFBB und die CPITSH partnerschaftlich zusammenarbeiten. Damit sollen den Unternehmen Außenhandelsaktivitäten erleichtert werden.
In Xiamen an der Südostküste Chinas besuchte die Brandenburger Delegation einen Hersteller von Bussen für den Nahverkehr, die mit Brennstoffzellen angetrieben werden. Das Unternehmen interessiere sich für eine Kooperation mit Cottbus, sagte Steinbach. «Mit etwas Glück können in einem Jahr zwei Prototypen von den Cottbussern ausprobiert werden.»
Der Brandenburger Wirtschaftsförderung sind bislang 29 chinesische Investitionen zwischen Elbe und Oder bekannt. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums hat Brandenburg im vergangenen Jahr Waren im Wert von 379,5 Millionen Euro nach China exportiert - eine Steigerung von rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Eingeführt wurden Waren für 887,0 Millionen Euro, ein Plus von rund 11 Prozent gegenüber 2017.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 23. Juni 2019 13:40 Uhr

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