Finowkanal-Schleusen-Sanierung: Bund finanziert Vorplanung

Finowkanal-Schleusen-Sanierung: Bund finanziert Vorplanung

Der Bund übernimmt die vollen Kosten der Vorplanung für die Sanierung aller zwölf Schleusen des Finowkanals. Eine entsprechende Vereinbarung hat der Landkreis Barnim nach Angaben vom Freitag mit der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes unterzeichnet. «Das ist für uns ein Meilenstein, um die Sanierung der Schleusen voranzubringen und den Betrieb des Finowkanals so nachhaltig zu sichern», erklärte Landrat Daniel Kurth (SPD).

Altes und neues Schiffshebewerk

© dpa

Das alte und das neue Schiffshebewerk (l-r.) in Niederfinow. Foto: Patrick Pleul/Archivbild

Um die Schleusen wie geplant vom Bund übernehmen zu können, müsse noch ein Zweckverband der Gemeinden am Finowkanal gegründet werden, so der Landkreis. Dazu seien verlässliche Planungsdaten und eine Kostenschätzung zu den voraussichtlichen Aufwendungen für die Grundsanierung der Schleusen erforderlich. Das Papier soll bis Anfang kommenden Jahres vorliegen. Der kommunale Zweckverband zum Betrieb der Schleusen soll noch in diesem Jahr gegründet werden.
Ursprünglich wollte sich der Bund von dem 32 Kilometer langem Finowkanal als Eigentümer trennen, signalisierte dann aber, dass er nur noch die Schleusen und zwei Brücken abgeben wolle. Der Kanal nordöstlich Berlins ist die älteste durchweg befahrbare künstliche Wasserstraße Deutschlands. Kanal und Schleusen stehen unter Denkmalschutz.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 21. Juni 2019 12:50 Uhr

Weitere Meldungen